In elf Schritten führe ich dich bis zur Entstehung dieses Blogs.
1. Ausgangslage
a) Mein 2009 verstorbener Vater, hauptberuflich Hotelier, schrieb neun Bücher auf englisch. Vier Thriller, zwei Reisebücher, zwei Jugendbücher und eine Familiengeschichte. Daneben malte er
Aquarelle und Skizzen, aus Freude und um seine Altersrente aufzubessern;
b) nach meiner Pensionierung übersetzte ich drei seiner Bücher ins Deutsche und schrieb zwei eigene Thriller;
c) ich fotografierte seine Aquarelle sowie einige Schauplätze unserer Thriller. Schliesslich präsentierte ich sie, zusammen mit weiteren Fotografien auf zwei Webseiten;
d) Fachleute haben mir empfohlen, key-wörter zu recherchieren und SEO-Massnahmen einzubauen, doch:

"Kein Schwein ruft mich an
Keine Sau interessiert sich für mich
Solange ich hier wohn
Ist es fast wie Hohn
Schweigt das Telefon ..."
e). Kein Schwein besucht die Webseiten. Keine Sau kauft die Produkte (siehe Songbox mit foto u text).
Ich stelle mir zwei Fragen.
2. zwei fragen
1. Was kann ich tun, damit die Leute wissen, dass da ein paar spannende Thriller, schöne Aquarelle und wunderbare Fotografien existieren?
2. Was kann ich tun, damit irgend jemand kauft, sodass meine Altersrente aufgebessert wird?
inhaltsverzeichnis
1.Ausgangslage
2. Zwei Fragen
3. Zwei Ziele
4. Produkte
5. Erwünschte Ergebnisse
6. Zielgruppe
7. Herausforderungen, Einschränkungen und Bedingungen
8. Massnahmen: Nicht jetzt!
9. Massnahmen: zweite Sicht
10. definitives Massnahmenpaket
11. Auswertung
3. zwei ziele
Bisher waren meine Ziele in Bezug auf meine Webseiten vage: Die Leute haben Freude an meinen Photographien und den Büchern und ich habe Spass am Gestalten. Das ist ungenau formuliert und kann
nicht ausgewertet werden. Also wertlos. Deshalb formuliere ich mit Hilfe einer Faustregel zwei Ziele, die ich erreichen will:
a) Fünfzig Surfer:innen haben 2025 eine meiner beiden Webseiten besucht;
b) Zwanzig Produkte sind im selben Jahr gekauft word
smart – regel
Die Ziele ergeben sich aus meinen Fragen, logisch. Trotzdem lohnt es sich, sie durchdacht zu formulieren. Das hilft dir später, solltest du auf Umwege geraten und hierbei vergessen, was du
ursprünglich wolltest. Meine Lieblingsregel wird mit den Buchstaben „SMART“ abgekürzt.
Formuliere deine Ziele spezifisch (S), also nicht: Mehr Personen oder viele Produkte; messbar (M), das heisst, die Erreichung meines Ziele soll festgestellt, (zum Beispiel mit Hilfe von google
analytics) werden können; attraktiv (A), also nicht: was an meinen Webseiten findest du abscheulich?; realistisch (R) = nicht: 5000 Surfer:innen sowie terminiert (T) = in diesem Jahr. Melde dich,
falls du hierfür Erklärungen brauchst.
4. produkte

um welche produkte handelt es sich?
◦ Von mir auf Deutsch übersetzte Bücher meines Vaters (zwei Thriller, eine Sammlung von Kurzgeschichten);
◦ Fotos von Aquarellen und Zeichnungen meines Vaters Paul Townend;
◦ Fotos und Bücher (zwei Thriller, ein Fototextband, ein Bildband) von mir)
5. erwünschte ergebnisse
Ziele können direkt, als Folge deiner Massnahmen erreicht werden. Erwünschte Resultate können nicht ohne Umwege erreicht werden. Die Unterscheidung zwischen (direkt anvisierten) Zielen und (erwünschten) Ergebnissen war für meine klinische Arbeit mit mehrgewichtigen Jugendlichen wichtig. Damit du verstehst, was ich meine, zeige ich dir ein Beispiel – schaue in die Box.
Ziele und Ergebnisse (Beispiel)
Sabrina (15) hält sich für zu dick, ihre Mutter auch. Sie sagt zu Sabrina:
„Du musst eine Diät machen, dann nimmst du ab!“ Mutti verhält sich falsch. Zweimal. Erstens sollte sie ihrer Tochter nicht befehlen, was sie tun soll und zweitens: Absolviert Sabrina tatsächlich eine Diät, dann ändert sie ihr Essverhalten (zumindest eine Zeit lang). Ob sie jedoch abnimmt, muss nicht eine Folge ihrer Diät sein. Vielleicht verliert sie tatsächlich Kilos, weil sie sich frisch verliebt hat.
Chunsch druus (kapierst du)?
Das heisst, das Ziel einer Diät ist es, dass du anders oder anderes isst. Isst du anderes oder anders, ist dein Ziel, ein anderes Essverhalten, erreicht. Und zwar auf direkte Weise. Aber ob du dabei Gewicht verlierst …? Wahrscheinlich, vielleicht ja, vielleicht aber auch nein.
Zur Erinnerung: Meine beiden Ziele lauten:
a) Fünfzig Surfer:innen haben 2025 eine meiner beiden Webseiten besucht, und ;
b) Zwanzig Produkte sind im selben Jahr gekauft worden.
Nun kann ich mir vorstellen, dass nebst oder zusätzlich zur Erreichung meiner beiden Ziele folgende Dinge eintreffen, über die ich mich natürlich auch freuen würde:
a) Ich habe eine neue Freizeitbeschäftigung, die nicht stressig und nervig ist, bei der ich zuhause bleiben und schnell weg oder aufhören kann, wann ich will;
b) ich finde einen besseren Zugang zu meinem Vater;
c) dank meiner neuen Leidenschaft habe ich meine mehrjährige Dysthymie reduziert – was ich damit meine, erkläre ich in einem anderen Post;
d) Meine Grossnichten und -neffen erinnern sich noch fünf Jahre nach meinem Ableben an mich;
e) Verwandte, Freunde und Bekannte loben meine Rentnerliebhaberei und freuen sich über die feilgebotenen Produkte.
Das sind Ergebnisse, die ich nicht als Ziele anlegen will, die mich jedoch erfreuen würden.
6. zielgruppe

Wer könnte überhaupt auf die Idee kommen, meine Seiten zu besuchen und sogar etwas zu erwerben? Ehemalige Hotel- und Restaurantgäste, die sich an meinen Vater erinnern oder einfach alle, die da im Weltnetz herumsurfen?
Dieser Frage widme ich einen eigenen Beitrag: «Zielgruppe: Hä? (00)»
Als vorläufige Zielgruppe ernenne ich Patient:innen, die ich in den letzten Jahren vor meiner Pensionierung beraten und begleiten durfte. Junge Menschen zwischen elf und 21 Jahren aus der Schweiz und dem Balkan mit Mehrgewicht.
7. Herausforderungen, Einschränkungen und Bedingungen
Projekte können zurückgestellt, verschoben oder beendet werden. Sie können schief gehen. Gemäss meiner Erfahrung in der Sucht- und Gewaltprävention sowie in der Gesundheitsförderung geschieht dies oftmals dann, wenn die Projektplanung Herausforderungen nicht vorausgesehen und mögliche Einschränkungen oder Bedingungen nicht berücksichtigt hat.
Nimm dir Zeit für meine Zusammenstellung.
In den folgenden zwei Listen halte ich mir mögliche Herausforderungen und Einschränkungen vor Augen. Nach einem Gedankenstrich liste ich mögliche Reaktionen darauf auf (kursiv).
Allgemein
◦ Es gibt dutzende und aber-dutzende Personen im Netz, die auch verkaufen wollen – ich halte meine Erwartungen ganz klein;
◦ ich bin alt und habe nicht mehr viel Zeit, neue Dinge zu lernen – ich besuche keine Vorlesungen, Kurse, Webinare;
◦ ich verstehe viele Dinge nur noch langsam oder überhaupt nicht – ich bin geduldig mir gegenüber;
◦ ein Freund von mir braucht eine Stunde für ein digitales Fotoalbum, ich drei Tage – ich erlaube mir langsam zu arbeiten;
◦ ich helfe meiner Ehefrau, sie lebt mit einer Krankheit – dies kommt vor allen anderen Dingen;
◦ manchmal drücke ich mich so aus, dass ich spät oder falsch verstanden werde – für gute Formulierungen nehme ich mir viel Zeit und berichte sorgfältig;
◦ ich muss aufpassen, dass ich nicht overthinke, mich in etwas verrenne – dafür wende ich Übungen an;
◦ ich muss achtgeben, dass ich nicht überborde, da ich über eine ausschweifende Fantasie verfüge und meine Impulsbremse versagen kann – dafür wende ich ADHS - erprobte
Verfahrensweisen an;
◦ je älter ich werde, desto weniger kann ich gleichzeitig umsetzen – eines nach dem anderen.
◦
Spezifisch
◦ Ich brauche neue Ideen, Alleinstellungsmerkmale, oder einfach: Spezielles – ich schaue, was andere so machen und zapfe mein Vorstellungsvermögen an;
◦ die zu treffenden Ausführungen sollen leicht umzusetzen sein – Umsetzung von Massnahmen gut antizipieren;
◦ Als langjähriger Minimalist (ich merke mir nur, was ich brauche) laufe ich Gefahr, wichtige Informationen zu übersehen. Zum Beispiel habe ich jahrelang die Bezeichnung
‚Alternativtexte zur Fotobeschreibung‘ nicht verstanden und deshalb nicht angewendet. Folglich: sorgfältiger lernen!
Im folgenden Abschnitt schränke ich meinen Einsatz für mein neues Hobby ein.
Bedingungen für die Lösungsfindung
• Ich kann mir genügend Zeit nehmen;
• keine verbindlichen Termine, keine deadlines, kein Distress;
• muss zuhause arbeiten können;
• nicht aufwändig;
• will nicht abhängig werden;
• kann pausieren, wann immer ich will;
• kann aufhören, sobald ich will;
• nicht zu teuer;
• will nicht auf destruktive Kommentare reagieren müssen;
• will authentisch, integer bleiben können;
• es muss nicht nachhaltig sein.
In Schritt 8 sammle ich Vorschläge, die ich erst später genauer anschauen und eventuell umsetzen möchte.
8. Massnahmen: Nicht jetzt!
Für die Suche nach Ideen verbringe ich viele Stunden im Wald, am Laptop und im Internet. Ich lerne viele grosszügige, aufgestellte und hilfreiche Fachpersonen kennen. Ich lese ihre Strategien, Tipps und Anleitungen und lasse sie gären.
Nicht jetzt!
• Eigener Webshop: www.fineswissphoto.com hat ein geniales Verkaufssystem für Fotos, finde ich;
• Die Bücher auf der Webseite www.townend.ch sind im Handel erhältlich;
• beide Systeme entlasten mich, da ich weder das Porto eruieren, noch die Produkte zeitnah einpacken muss;
◦ Fremdanalyse durch Fachperson und fremdes Hosting sind mir zu teuer und ich möchte die Kontrolle behalten;
◦ Die beiden Anbieter Jimdo und pictrs behalte ich, da ich zufrieden bin. Andere sind für mich zu kompliziert oder stellen zu viele Möglichkeiten zur Verfügung. Von diesen fühle ich
mich überfordert;
◦ Eine konsequente zweisprachige Lösungen ist mir gegenwärtig zu aufwändig;
◦ Soweit wie möglich versuche ich Barrierefreiheit zu erreichen;
◦ social media: nein, weil ich nicht ständig auf den Verkehr achten, Kommentare beantworten und neue Beiträge erstellen will;
◦ Pinterest ist mir ein zweiter Blick wert;
◦ newsletter: nein, zu aufwändig.
Vermutlich kennst du drei Dutzend weitere Möglichkeiten, die ich vermutlich nicht verstehe oder die ich für mich als zu aufwändig erachte.
Aber jetzt möchte ich weitergehen und mir Werkzeuge anschauen, deren Handhabung mir sogleich Spass machen könnten.
9. Massnahmen: Zweite Sicht
Nun schaue ich, welche der im Internet empfohlenen Mittel um den Verkehr auf meinen beiden Webseiten zu erhöhen und den Verkauf meiner Produkte anzukurbeln, mich ansprechen.
Als erstes fallen mir Empfehlungen auf, welche die bestehenden Webseiten attraktiver machen sollen.
optimierung der eigenen webseiten!
Das heisst: Ausmisten, gute Produkte behalten; die Struktur und die Navigation überdenken. Also: breadcrumb oder drop down; interne Verlinkungen; lesbare Schriften; einheitliche Farben; kurze
Ladezeit; ein wenig Marketing; barrierearm gestalten; einfacher Bestellvorgang, cta, Weissräume und SEO.
Diese Punkte leuchten mir ein, schließlich empfehlen da erfahrene Fachleute, und, was ich bemerkenswert finde: gratis!
neues produkt? neue Produktkategorie?
Ziemlich viele Leute wollen Fotos und Bücher verkaufen. Sind meine Produkte so speziell, dass sie auffallen, gefallen und zum Kaufen geeignet sind? Nein. Ich muss gründlich nachdenken. Vielleicht ein frisches Produkt, eine neue Kategorie von Produkten oder ein Alleinstellungsmerkmal?
Können Bilder (Aquarelle meines Vaters, meine Photos) und Texte (meines Vaters und eigene) miteinander verknüpft und verkauft werden? Könnte dies eine zusätzliche Attraktion auf meinen beiden Webseiten werden? Was meinst du? Ich freue mich aufs Experimentieren.
idee 1: buchposter
Ich fotografiere die Örtlichkeit oder ein Aquarell meines Vaters, das den Schauplatz eines Kapitels, den Hintergrund einer sich abspielenden Szene zeigt und verbinde dies mit dem Text aus dem
Buch.
Eine Kombination von Buch und Bild. Story and Photo. Dafür brauche ich ein Logo. Eine Komposition aus Malerei, Skizze oder Fotografie und Text. Professionell aufgezogen auf Leinwand, als Wandbild
auf Alu-Dibond oder als Kalender ergibt sich eine spezielle Form des künstlerischen Ausdrucks. Diese Produkte fasse ich zusammen in eine Kategorie und nenne sie Buchposter.
idee 2: fotomagazine
Eine zweite Idee, auch nicht die Erfindung des Nüsslisalates: Fotomagazine, statt Fotobücher. Verkaufen sich vielleicht besser, weil ich sie billiger entwerfen und drucken lassen kann. Ja, beides
gibt es schon. Aber nicht so oft, wie Photographien oder Bücher.
Zwei frische Produktekategorien mit Buchpostern und Fotomagazinen. Neue Bezeichnung für beide Webseiten:
story&photo
Damit könnte ich auch ein Logo entwerfen, mit Canva, einer Australischen Software.
blog?
„Blog ist gut für die Webseite“, erfahre ich im Internet, oder: „Mit relevanten und aktuellen Inhalten bietest du deiner Zielgruppe einen Mehrwert, wenn sie deine Seite besucht!“.
blog!
Mit einem Blog könnte ich Geschichten erzählen – was ich gerne tue – und gleichzeitig für meine Thriller werben. Immer wieder lese ich die Empfehlung, Tipps, Anleitungen und Ratschläge im
Blogpost zu veröffentlichen. Ich zweifle. Wollen die Leute das? Willst du das? Und will ich wirklich Gefühle wecken, ich bin doch kein Emo? Sicher ist, ich will dabei Spass haben und den habe ich
nur, wenn ich nicht in ein Korsett gedrängt werde. Möglicherweise erhalte ich hierzu von dir hilfreiche Überlegungen, wenn ich eine Kommentarfunktion einbaue?
Ich komme auf folgende Themenbereiche, über die ich etwas zu schreiben weiss und die jemanden interessieren könnten. Verkauf von Fotos und Büchern via Webseite; drei verschiedene Stimmungen zum
Fotografieren; Gesundheit (burn out, ADHS und Mehrgewicht); unsere Säbelrassler sowie Katzen und Hühner.
gesellschaftliche medien?
Vor einigen Jahren war ich Mitglied von Facebook. Ich erhielt Anfragen und Mitteilungen. Immer wieder. Das ging mir auf den Wecker, sodass ich mich tot stellte. Dann erklärte ich meinen Austritt. Bei tiktok, Instagram und twitter kenne ich mich überhaupt nicht aus und deshalb lass’ ich es sein.
pinterest?
Pinterest finde ich interessant. Dieses Bildernetzwerk ist mir als Inspirationsquelle und von seinem Schwerpunkt (Bilder, statt Texte) her, sympathisch.
10. definitives Massnahmepaket
Das Resultat meiner zweiten Recherche besteht aus einem Paket mit vier zentralen Teilen:
1. Die beiden bestehende Websiten werden optimiert. Sie präsentieren neu:
2.zwei zusätzliche Attraktionen (Townends Buchposter und Fotomagazine) und ich eröffne
3. einen Blog, der von
4. social media (pinterest) begleitet wird.
11. Auswertung
Keine umfassende Auswertung sondern etwas, das mir hilft in welche Richtung ich weiter gehen muss oder mit dem Erreichten zufrieden sein kann.
Mich interessiert, ob meine beiden Ziele erreicht werden.
Werkzeug: Statistics jimdo u google
Nun habe ich die elf Tritte für mein Unterfangen ( Verkauf von Büchern und Fotografien via zwei Webseiten) beieinander. Diese ermöglichen es mir, mich zu orientieren, sollte ich den Weg verlieren. Ab Mai 2025 widme ich mich der Umsetzung meiner vier Massnahmepakete.
